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Zivilschutzorganisation Muri-Boswil

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23. Juni 2014

Ein Erdbeben im Freiamt

Wie gut sich die Pioniere der Zivilschutzorganisation Muri Boswil im Ernstfall schlagen, konnten sie in Eiken zeigen. Der Einsatz beeindruckte sogar den Aargauer Ausbildungschef. Und Peter Fähndrich schliesst seine Ausbildung zum Oberleutnant und stellvertretenden Kommandanten der ZSO Muri Boswil erfolgreich ab. Der Bericht eines erfolgreichen Tages. 

Ein schweres Erdbeben hat das Freiamt erschüttert. Mehrere Häuser sind eingestürzt, viele Bauten sind instabil – und überall werden Menschen vermisst. Die Rettungskräfte stehen im Dauereinsatz. Der Zivilschutzorganisation (ZSO) Muri Boswil wurde alarmiert und rückt ein. 

Es ist ein Schreckensszenario, das sich Peter Fähndrich zum Abschluss seiner Ausbildung zum Oberleutnant hat einfallen lassen. Der Übungsplatz des Zivilschutz-Ausbildungszentrums in Eiken eignet sich perfekt, um die Katastrophenlage zu simulieren. In die Häuser hat Fähndrich Hindernisse aller Art eingebaut und Dummy-Puppen als Verletzte versteckt. Zudem ist der Rettungsweg versperrt, weil durch das Erdbeben eine Brücke zerstört wurde. 

Als Einsatzleiter Martin Ulmer in Eiken eintrifft, erhält er nur wenige Informationen. Er überlegt schnell und organisiert die ersten Schritte. Die Gruppenführer werden instruiert: „Wir haben mehrere einsturzgefährdete Gebäude und viele Vermisste“, sagt Ulmer und erteilt Aufträge. Erste Priorität hat das Sondieren der Lage und die Absicherung der Häuser. Parallel dazu erstellen Pioniere eine Brücke über den Fluss, um einen Rettungsweg zu bauen. 

Unter der Anleitung von fünf Gruppenführern machen sich die 31 Pioniere sofort an die Arbeit: Gebäude werden abgestützt, versperrte Zugänge in die Häuser mit Motorsägen und Metallschneidern geöffnet. Schon bald gelingt es ersten Pionieren in das Innere der Häuser vorzudringen. Eine Wasserpumpe wird installiert, um das Fortkommen im gefluteten Keller zu ermöglichen. Mit Eisengerüsten werden die Dächer abgestützt. Schon nach wenigen Minuten treffen die Einsatzkräfte auf erste Verletzte, die geborgen und sofort mit Barren abtransportiert werden. Ulmer behält dabei immer den Überblick, koordiniert den Einsatz. 

Bereits zwei Stunden nach dem Eintreffen der ZSO Muri Boswil kann Ulmer stolz festhalten: „Alle Gebäude gesichert, verletzte Personen geborgen und in die Spitäler gebracht.“ Dieses zügige Erfüllen der Aufträge beeindruckt Eduard Herzog, den Ausbildungschef in Eiken. „Die ZSO Muri Boswil hat mich überzeugt. Genau so muss es sein, die Aufträge wurden allesamt gewissenhaft und immer unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften erfüllt“, sagt Herzog. 

Auch Peter Fähndrich, im Zivilschutz sonst im Zug der Betreuer eingeteilt, war beeindruckt von der Leistung der Pioniere. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Arbeiten so schnell erledigt sind und die Pioniere so gut mit Werkzeugen aller Art umgehen können“, sagte er nicht ohne Stolz – hat er doch damit auch gleich die Ausbildung zum Oberleutnant bestanden. Und die Bevölkerung im Freiamt kann sicher sein, dass der Zivilschutz Muri Boswil bereit wäre, sollte Fähndrichs Schreckensszenario tatsächlich einmal eintreffen. Mission in allen Belagen erfüllt.

Zivilschutzkommandant/
Zivilschutzstelle


ZSO Muri-Boswil

I Michael Stocker
I Weidmattstrasse 2
I 6288 Schongau

M 076 325 95 40

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I Letzte Änderungen: 10.03.2017 I