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Zivilschutzorganisation Muri-Boswil

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Gemeinsam stark

Der Bevölkerungsschutz funktioniert – im Notfall arbeiten alle zusammen. Das zeigte ein Unfall

Schwerer Autounfall in Boswil. Als die Regionalpolizei diese Meldung erhält, muss es schnell gehen. Hinein ins Auto, hin zum Unfallort. Und schnell wird klar, alleine geht das nicht. Sofort wird die Feuerwehr alarmiert, ebenso die Ambulanz. Mit Blaulicht sind beide Organisationen schnell vor Ort. Die Feuerwehr löscht die Autos, birgt die Verletzten und übergibt sie den Sanitäter. Alles Routine.

Bis der Einsatzleiter der Feuerwehr plötzlich den Rückzug befiehlt. „Alle Mann sofort weg von den Autos.“ Ein Mitglied der Feuerwehr hat in einem der Unfallautos Frachtpapiere gefunden. Das Auto ist mit hochexplosivem Material geladen. Eine schwere Detonation ist jederzeit möglich. Was nun?

Schnell wird gehandelt und entschieden. Das Gebiet muss weiträumig abgesperrt und die Häuser evakuiert werden. Doch wo hin mit den Anwohnern? Der Zivilschutz Muri-Boswil wird mobilisiert. Während Polizei und Feuerwehr mit der Evakuierung des Gebietes beginnt, nehmen die Betreuer des Zivilschutzes die Notunterkünfte in Betrieb. Verpflegung, Betten, sanitäre Einrichtungen – alles muss schnell bereitstehen und funktionieren. Denn schon bald werden die ersten Anwohner erwartet.

„Wir sind in kurzer Zeit bereit, Menschen in den Notunterkünften der Zivilschutzorganisation aufzunehmen und sie fachmännisch zu betreuen“, sagt Kommandant Michael Stocker stolz. Es lohnt sich, dass die Anlagen regelmässig gewartet und Notfallszenarien in diversen Wiederholungskursen simuliert werden. „Das ist die Basis dafür, dass wir im Ernstfall keine Zeit verlieren“, sagt Stocker.

Am Unfallplatz ist mittlerweile der Sprengstoff-Experte aus Zürich eingetroffen. Die brennenden Autos konnten gelöscht werden. Die Evakuation von rund 20 Häusern in der Nachbarschaft ist abgeschlossen. Der Einsatzleiter der Feuerwehr zieht ein erstes Fazit: „Situation unter Kontrolle.“

Wenig später kann der Sprengstoff-Experte Entwarnung geben. „Die Explosionsgefahr ist gebannt. Das Auto hat viel Feuerwerk geladen“, sagt er. Nur Feuerwerk also. „Nein“, sagt der Experte vehement. „Feuerwerk ist hochexplosiv und wird als Sprengstoff klassifiziert. Eine Verharmlosung kann tödlich enden.“ Umso wichtiger war es, dass Polizei und Feuerwehr richtig gehandelt hatten.

In der Zivilschutzstelle sind mittlerweile die ersten Journalisten eingetroffen und haben Fragen. Das Regionale Führungsorgan (RFO), das die Arbeit der verschiedenen Organisationen koordinierte und Aufträge erteilte, setzt eine Medienkonferenz an. Überhaupt funktioniert die Schaltstelle sehr gut. Das RFO funktioniert, hatte die Situation schon kurz nach Alarmierung unter Kontrolle. Auch, weil Feuerwehr, Polizei, Zivilschutz und Ambulanz jederzeit zusammenarbeiten und der Austausch klappt.

Genau das wollten Zivilschutzkommandant Michael Stocker und Feuerwehrkommandant XYX erreichen. Sie hatten sich die Ernstfallübung mit Alarmierung sämtlicher Einsatzorganisationen ausgedacht. „Es macht mich stolz, dass die Zusammenarbeit so gut geklappt hat. Es ist wichtig, dass wir uns im Ernstfall kennen und wissen, wie wir funktionieren“, sagt Stocker. Gemeinsam stark. Nur, wenn sie alle Organisationen des Bevölkerungsschutzes kennen und verstehen, ist Hilfe garantiert.

Die Übung war ein voller Erfolg. Das sahen auch die anwesenden Gemeinderäte und Besucher so.

Zivilschutzkommandant/
Zivilschutzstelle


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I Weidmattstrasse 2
I 6288 Schongau

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I Letzte Änderungen: 02.03.2018 I